Man = Mensch + Trail = verfolgen

Mantrailen ist das Suchen einer Person anhand ihres Individualgeruchs. Der Hund erkennt/ersnüffelt die Person anhand der individuellen Geruchsmerkmalen, die wir alle mit uns tragen und tausende von Schüppchen und Geruchsmoleküle permanent verlieren. Der Mantrailhund (Personenspürhund) ist vielseitig einsetzbar, da er den Individualgeruch einer einzelnen Person sucht und nicht wie z.B. ein Flächenhund den allgemeinen menschlichen Geruch oder auf einen bestimmen Geruch (z.B. Drogen, Sprengstoff, o.ä.) trainiert wird.

Warum Mantrailen?

Mantrailen gehört mit zu den natürlichsten Auslastungssportarten die man mit seinem Hund ausüben kann. Mal ganz ehrlich, was ist für den Hund natürlicher, als gemeinsam eine Strecke auszuarbeiten, damit er an seine Nahrung rankommt?
Unser Hund ist mit seiner so unglaublich feinen Nase zu so Vielem in der Lage, warum nicht gemeinsam damit arbeiten? Bei kaum einem anderen Hundesport lernt man seinen eigenen Hund so gut kennen und auch sich gegenseitig zu vertrauen. Es bringt so unglaublich viel Spaß, dass es meist nicht nur beim Ausprobieren bleibt.

An Verhaltensproblemen arbeiten

Zudem kann durch gezielte und passende Trailführung auch an Problemen im Alltag gearbeitet werden, wie z.B. Angst vor Menschen oder Unsicherheiten mit der Umwelt. Durch den gemeinsamen Sport wird das Selbstbewusstsein des Hundes gestärkt. Der Hundeführer muss bei diesem Sport voll auf seinen Hund vertrauen. Da nur der Hund weiß, wo es lang geht und die Geruchsmoleküle haften.

Abwechslung – nicht immer geradeaus und nur hinterherlaufen

Es gibt so unsagbar viele Möglichkeiten im Sport des Mantrailings. Es können die verschiedensten Trails/ Spuren gelegt werden – mal mit mehr oder weniger Verleitungen und mal mit mehr oder weniger Hilfe vom Trainer.

Mit Spaß und Schwung um die Kurve

Der Anfang von der Snüffelarbeit (Mantrailing)

Für das Mensch/Hund-Team wird vom Trainer eine Person versteckt. Dabei ist es wichtig, dass weder der Hund noch das Herrchen dabei zuschaut. Lediglich der Trainer weiß, wo die Person versteckt ist (damit er dem Team ggf. bei der Suche unterstützen kann). So lernt der Hundeführer sich auf seinen Hund zu verlassen. Der Hund wiederum lernt, dass er die Person nur durch ersnüffeln und nicht durch zuschauen beim Verstecken (auf Sicht suchen) finden kann. Bei der Snüffelarbeit hilft der Trainer dem Team die Körpersprache des Hundes auszuarbeiten und auf die individuelle Anzeige des Hundes zu achten. Dadurch lernt der Hund mit der Zeit, was er machen muss, damit der Hundeführer ihn versteht – eine Arbeit im Team.

Trainingsablauf

Wir treffen uns in einem vorher festgelegten Gebiet im Landkreis Stade. Die Standorte wechseln stets, da die Hunde ansonsten schnell die verschiedenen Verstecke erinnern und einfach „nur“ die „alten Verstecke“ abarbeiten, bis sie schließlich fündig werden. Die Trailorte werden vorab (meist monatlich) bekannt gegeben.

Anfängerhunde erhalten zwei bis drei kurze Trails pro Training. Nach der Suche wartet und ruht der Hund im Auto. Es arbeitet grundsätzlich ein Hund pro Spur. Die anderen Hunde warten – bis zu ihrem Einsatz – im Auto.

Was wird für das Training benötigt?

Hier findest Du die Checkliste zum Ausdrucken

Für die späteren Trainings wird nur ein Futterjackpot (plus ein Ersatzjackpot, falls mal ein Trail nicht optimal läuft), eine 7,5 Meter lange Biothane- oder Lederleine, ein passendes Hundegeschirr und einen Geruchsartikel benötigt.